Freitag

Posted by punk on 19. Mai 2017

 


 

Audienz

Ich halte Wache,
betrachte schwerelos,
was du zurückgelassen hast,
treib´ auf der unsichtbaren See,
in die du dich hast sinken lassen.

Deine Gesichter aufgelöst
und das Begreifen hingegeben,
als würden warme Ströme es berühren;
noch tragen sie das Bröckchen Eis,
das im Vergeh´n sich Wolken wünscht
und Horizonte.

Bei welchem Namen ruft man dich,
wenn du den meinen nicht mehr kennst?
Wo mag die Bernsteinlandschaft liegen,
die dein Vergessen Heimat nennt?

Traumanker und Silbenboje spielen wir
im Becken dieser Nacht, getrennt
verbindet uns ein Zugseil zeitfreier Momente.

Ich bleibe ungewichtig, schlag Schneisen
in die dichte Dunkelheit, sie teilt sich nicht.
Am Himmel wacht der Mond,
Auch er wird untergehn.


 






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