Ich weiß das

Oft kommt es mir so vor, dass du mich nicht mehr kennst. Früher hast du mich besser verstanden, so habe ich den Eindruck, aber heute merke ich immer häufiger, was sich alles verändert hat. Du warst immer ein Teil meiner Welt, aber ich nicht von deiner. Und doch ist es manchmal so, dass ich ein Teil von deiner Welt bin, aber unter keinen glücklichen Umständen, sodass es mehr etwas sein sollte, für dass ich mich nur schämen und nicht stolz darauf sein dürfe. Aber ich bin es, nicht weil ich getan habe, was ich tat, sondern weil ich das erste Mal in meinem Leben einen Menschen aufrichtig liebe. Du denkst sicher oft daran, wie nervig ich bin, wenn ich meine Gefühle nicht mehr im Griff habe. Vielleicht denkst du, ich wäre egoistisch und hätte keine Ahnung, was ich mache, weil ich so bin, aber so ist es nunmal nicht. Ich weiß an jedem einzelnen Tag, wie schwierig  ich bin oder sein kann . Ändern kann ich momentan nichts daran, aber ich weiß, was hier gerade passiert. Ich weiß das. Weißt du es auch?






Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vergangenheit und Lebensbewältigung

Menschen verbinden oft die unterschiedlichsten Orte und Situationen mit einer Zeit, nach der sie sich zurücksehnen, aber gleichzeitig der Veränderung von heute ins Auge blicken. Selbst wenn sie allem abschwören, was sie damals geprägt oder bewegt hat, wenn sie sich von der bloßen Existenz jener Zeit distanzieren und mühevoll ihr altes Leben vertuschen oder gar als Lüge darstellen, wird es ihnen keine Freiheit bringen. Alles, was sie prägte, ist in deren Unterbewusstsein immer noch verankert und tritt hervor in den Momenten, wo sie schwach werden oder sie an einem wunden Punkt getroffen werden. Sie dachten, alles wäre vergessen, doch sind viele Menschen sich oft nicht bewusst darüber, dass sie diese Last immer noch mit sich tragen. Einige von ihnen würden jetzt sagen “Aber ich hatte doch auch glückliche Zeiten”, jedoch ist es zweifelhaft, wie glücklich sie wirklich waren, denn wer Glück erlebt, erfreut sich doch mehr an der Erinnerung und dem, was geschehen ist, anstatt es zu verdrängen. Sobald jemand etwas verdrängt, kann man nämlich davon ausgehen, dass etwas unangenehmes passiert ist, vielleicht sogar etwas furchtbar hässliches oder grausames, was man am liebsten in ein schwarzes Loch schmeißen würde, damit es in keinem Zeitraum, wo Menschen auf dieser Erde leben, jemals wieder zum Vorschein käme. Alles, was man in der Hoffnung, es für immer von Bord geworfen zu haben, an verdrängten Erlebnissen im Unterbewusstsein angestaut hat, wird eines Tages aus dem Menschen herausbrechen. Das Ergebnis ist ein Mensch, der sich niemals selbst akzeptieren wird, im Alltag ähnlich reagiert oder sich so verhält wie in damaligen Situationen und seine gesunde Persönlichkeit verliert, weil diese Verdrängung nicht funktioniert und er mit allem, was passiert ist, einen Umgang finden muss, was er aber wiederum nicht kann oder will, sonst hätte er es längst versucht, anstatt immer wieder alles zu verdrängen, vielleicht weiß er auch nicht einmal, dass er etwas verdrängt. Und trotzdem steht er sich deshalb damit selbst im Weg. Jeden Tag wird es erneut eine Belastung für ihn sein, mit diesen schlechten Einflüssen zu leben, auch wenn sich das nicht immer so offensichtlich äußert, dass er es merkt. Um dies zu ändern, müssen all die Dinge, die ihn unbewusst belasten, aus seinem Unterbewusstsein zum Vorschein gebracht werden, selbst ein Tagebuch schreiben kann schon einiges bewirken. Ein Mensch, der all das mit sich trägt, ohne etwas davon ablegen zu können, wird niemals mit sich selbst zurechtkommen. Ob er Mittel und Wege findet, sich von dem, was ihn belastet oder unfähig macht, zu trennen, ist eine Frage des eigenen Willens. Der erste Schritt wäre getan, wenn Menschen, die so viele ihrer schlechten Erinnerungen verdrängt haben, dazu stehen, wer sie mal waren, was ihnen widerfuhr oder welche Chancen sie damals verpasst hatten. Selbstakzeptanz ist der erste Schritt, um mit sich selbst im Einklang zu sein. Und dennoch wissen wir alle: Menschen sind  oft stur, wenn sie Hilfe brauchen.

 






Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Kreis des Lebens

In Gedanken habe ich dir oft gesagt, dass du zurückkommen sollst. Vielleicht ist es leichtsinnig von mir, zu glauben, dass es passiert, aber womöglich bist du auch schon längst auf dem Weg zurück zu mir, auch wenn du, falls es so wäre, erst in einigen Jahren bei mir ankommen würdest. Aber dann wäre es vielleicht zu spät. Wenn du damals mit meinen Ecken und Kanten nicht leben konntest, wie willst du es heute tun? Auch ich habe mich irgendwo verändert, doch manches ist eben nicht anders geworden, sondern einfach nur noch mehr ausgereift. Du wünschst dir, dass ich mich im Griff habe, aber wie soll das gehen, wenn nicht einmal du das kannst? Ich brauche keinen solcher Einflüsse, und doch kann ich auch nicht ohne sie leben. Ich möchte mich nicht mit Dingen beschäftigen, die so wertlos sind, dass ich besser dran wäre, in einem leeren Buch zu lesen, als auch nur  zu versuchen, eines deiner Worte verstehen zu wollen, aber auf der anderen Seite klingt deine Stimme in mir ein jedes Mal in meinen Ohren, so schön, wie nicht von dieser Welt. Es ist schwer, einfach wegzugehen und dich hier stehen zu lassen. Aber würdest du das auch sagen? Ich glaube nicht daran. Ich bin weiter gegangen, als du weg warst, immer weiter, nur um zu verstehen, wie oft es erneut passieren kann, dass man am Anfang steht, in einem endlosen Kreis aus Erlebnissen, bei denen sich nur die Rollen der Menschen ändern oder ersetzt werden, aber die Handlung an sich in genau der gleichen oder einer ähnlichen Art und Weise erneut geschieht. Und ich weiß es genau, solange du weg bist, kann ich aus diesem Kreis ausbrechen, so viel verändern, aber ich kann schlussendlich  nicht von dir weg. Weil da immer dieser eine  Weg ist, der mich wieder zu dir führt. Und weil du immer die gleiche Rolle für mich spielen wirst und keiner das ersetzen kann, was du in mein Leben gebracht hast.






Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Du und die Zeit

Ich weiß oft nicht, was ich denken soll, wenn es darum geht, dich so wie du bist, zu beschreiben, weil du so viele Seiten hast. Vielleicht bist du ja auch einfach nicht das richtige Thema, aber das sehe ich mal wieder nicht ein, weil du in meinen Augen nie etwas falsches sein könntest, auch wenn ich keine Ahnung habe oder darüber nachdenke, ob du froh wärst, wenn es so wäre. Vielleicht wundert es dich, wie ich bin oder was momentan passiert, aber auch du bist längst auf einem anderen Weg. Ich sehne mich nach dem Menschen, den ich in deiner Gestalt kennenlernte, und doch scheint er von dir sehr weit weggezogen zu sein, tief in dein innerstes.

 

Nicht allzu offensichtlich, aber dennoch spürbar willst du mir zeigen, dass es meine Schuld ist, warum du jetzt so bist. Irgendwo ja, aber auf der anderen Seite eben nicht, da ich nicht für alles verantwortlich sein kann. Aber weißt du,  könnte ich nicht auch sagen, es sei deine Schuld , dass ich nun so bin, wie ich bin? Bloß, weil du existierst oder ich an dich denke? Ja? Nein? Vielleicht? Ich weiß es nicht und mache mir keine großen Gedanken darüber, denn es ist wie ein Rätsel ohne Lösung. Warum glaubst du , mache ich genau das nicht? Es wäre so einfach, zu sagen, es liegt an dir oder dass du die Ursache bist. Weil ich dir nie im Leben die Schuld daran geben könnte, immerhin bin es ja ich selbst gewesen, der sich für diesen Weg entschieden hat, mit allem guten und schlechten inbegriffen.

 

Ich habe niemals gewollt, dass wir uns streiten, aber was ich will, war dir auch nie so wirklich klar. Und selbst wenn du es wusstest, du hast es nicht einmal respektiert. Ich erwarte nicht zu viel, schließlich hast du ja deine Eigenarten, wie jeder Mensch, aber du könntest manches ändern, daran glaube ich. Du weißt längst, wo mein Schwachpunkt liegt und meine Narben sind, aber deshalb gebe ich dir nicht in allem nach. Ich kann vieles aufgeben, so vieles hat sich geändert, aber mein letztes Stück Leben, das behalte ich, solange es geht. Auch wenn ich weiß, wo ich bin und was alles passiert ist, fühlt sich alles auf einmal sehr anders an. Ich spüre die Existenz einer Zeit, die abseits von dem, was hier und jetzt ist, läuft und mir sagt, hier ist ein Raum, in dem Veränderung geschehen kann, die nicht unbedingt heute oder morgen, aber bald wirklich werden könnte. Warum es gut werden könnte? Weil ich es selbst in die Hand nehme und daran glaube. Woran es scheitern könnte? Genau an den selben Gründen, warum es mir gelingen könnte. Für eine so große Welt ist es unglaublich, dass in manchen Momenten nur so wenig Optionen übrig bleiben, auch wenn das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Es gibt Wege, die können wir gehen, weil wir mit unserer Persönlichkeit, dem Wissen und unseren Gaben genau für diesen Weg gemacht wurden, aber manches passt eben nicht zu uns, weshalb wir auch mal umkehren müssen. Und was wenn wir das nicht wollen? Vielleicht ist es überheblich, wenn wir annehmen, wir könnten es einfach tun und hätten die Macht, es zu ändern? Aber wer wird mich daran hindern können , wenn ich sage, ich kann es versuchen? Die Zeit hat mich und mein Leben geändert, aber ich kann einen Moment oder ein Werk schaffen, das diese Zeit füllt, mit alldem, an was ich glaube und fühle, für das ich einstehe oder brenne, damit auch kein Tag vergeht, an dem ich die Kontrolle über dieses Leben verliere.

 

>>>Ich liebe dich, auch wenn ich manchmal eine merkwürdige Art habe, das zu zeigen. Es gibt noch so viel, was ich dir sagen will, aber ich komme nie dazu und zögere, immer wenn ich es tun könnte. Und doch weiß ich, es kommt noch ein Tag, da wird kein Wort mehr unausgesprochen sein und auch keine Wahrheit verborgen bleiben.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was bleibt und was geht?

Es ist für mich schwer begreiflich, wenn in mir das Fremde wirkt und nicht ein einziges Anzeichen darauf hindeutet, ich könnte wieder jener sein, der ich mal war oder zumindest versucht hatte, zu sein. Ich kenne jeden Laden in meiner Stadt und die Werbung auf den Straßen, doch während all diese Dinge um mich herum sind, kann ich so vieles sehen, nur mich selbst nicht. Du siehst mich oft, aber wen siehst du da? Den, von dem du denkst, er wäre in deinen Augen das, wofür du ihn hältst? Oder jemand, den du genau so siehst, wie er ist, weil du mehr von mir hast, als einen bloßen Schimmer? Siehst du einen Fremden, obwohl du mich kennst? Ich kann dir nicht sagen, wer ich jetzt bin. Weil ich es einfach nicht mehr weiß, nach all der Zeit mit dir. Meine Versprechen habe ich nicht gehalten, als du sagtest, ich sollte etwas ändern. Du weißt, ich würde mich jeden Tag aufs neue bei dir dafür entschuldigen, weil es mir leid tut, das ich immer wieder an mir selbst scheitere. Aber ich weiß auch, dass dieses Leben, so wie es mal war, nicht mehr existieren kann. Nennen wir es nicht schlecht oder traurig, sondern einfach „anders“, das wird dem, was ich jetzt bin, viel mehr gerecht, zumal ich die beiden Wörter nicht mag. Ich kann mir gerade gut vorstellen, was du alles zu mir sagen würdest. Es ist ein guter Versuch, aber mehr auch nicht, denn es wird so bleiben wie jetzt und auch wenn es Winter wird, die Farben verblassen, der ein oder andere Trend kommt oder geht, du wirst in jenem Moment wissen, dass es eine Liebe in diesem Leben gibt, die niemals weicht.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Siehst DU, wer ICH bin?

Du weißt, ich zögere in diesem Moment. Ich höre, wie du mir erzählst, was ich kann. Aber von dem, was ich eben nicht kann, davon sprichst du nie. Weil alles eben darauf hinausläuft, dass es mir gelingt und ich es schaffe. Du weißt, ich will Veränderung, aber hast du mal gefragt, welche? Nicht irgendeine, dass weißt du. Was hilft es mir, wenn du zu mir sagst, dieser Weg ist vielfältig, aber es nur so wenig in diesem Leben gibt, was ich brauche und will? Du schaust mich an, während du mit mir sprichst und doch fühlt es sich so an, als würdest du „mich“ nicht sehen. Weil du nur siehst, was du sehen willst, aber dir in keinster Weise vorstellen kannst, wie es ist, in meiner Rolle zu stecken. Es ist einfach, immer eine Erklärung für alles zu haben, aber wie nahe sie an dem ist, was gerade wirklich geschieht, ist eine andere Frage. Neugierig zu sein und Antworten finden zu wollen, ist menschlich, es gehört zum Leben dazu. Aber was ist es denn, das ein Mensch mehr will , als sich nur dies und jenes anzuhören, um dann festzustellen, dass es den Kern dessen, was er ist und fühlt, umschreibt, anstatt ihn gezielt zu treffen und die Wahrheit in ihm zu sehen? Er will keine Halbwahrheiten, Mutmaßungen oder Spekulationen. Er möchte einfach nur „verstanden“ werden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Loslassen

Manchmal frage ich mich, warum ich Dinge nicht hätte besser tun können. Ob ich Worte anders hätte sagen können. Oder warum ich in manchen Momenten so stark, sicher und gefasst bin, während es auf der anderen Seite oft passiert, dass mich ein Gefühl einfach übermannt und mir die Sicht nimmt, um zu erkennen, dass ich gerade die Kontrolle verliere. Aber was habe ich denn davon, wenn ich mich immer wieder verdamme oder für etwas schäme? Es macht die Sache ja nicht besser. Und trotzdem neigen viele Menschen genau dazu, oft auch ziemlich exzessiv, sich selbst etliche Sachen an den Kopf zu werfen, die sie bereuen oder gern anders gemacht hätten. Dabei ist es menschlich, Fehler zu machen. Es liegt uns allen wirklich nichts näher, als dass wir, die im Leben immer weiter gehen und einen Schritt nach dem anderen nach vorne machen, unsere Blicke trotzdem so oft in die andere Richtung schweifen lassen. Dahin, wo unsere Prägung und Entwicklung liegt, unsere Jugend begann und endete und wo unser Herz bis heute stehen geblieben ist. Menschen irren, sie machen Fehler, sind verrückt oder haben etwas an sich, was jeder ihnen erklären will, aber keiner so richtig versteht, da jeder von uns eben anders gestrickt ist. Wir sind zwar in der Lage, uns in andere hinein zu versetzen und zumindest bis zu einem bestimmten Punkt ihre Gefühle, ob es nun Freude oder Leid ist, nachvollziehen zu können. Wie es aber wirklich ist, in der Haut eines anderen zu stecken, dass weiß nur dieser Mensch selbst. Weil er jeden Morgen damit aufwacht. Jeden Tag davon begleitet wird. Sich jeden Abend damit schlafen legt. Und sich in unzähligen Nächten den Kopf zerbricht, über Dinge, die eh niemand mehr ändern kann.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Leben und Veränderung

War es richtig oder falsch? Gut oder schlecht? Hätte ich etwas anders machen können?
Solche Fragen stellt sich jeder einmal, nachdem er eine Entscheidung getroffen hat.
Allein, dass man eine Entscheidung trifft, um im Leben voranzukommen, ist unvermeidbar,
weil kein Mensch alles haben kann und weil er eben handeln muss. Wenn man etwas behalten will,
wird es sicherlich auch etwas geben, dass man loslassen muss. Doch wenn man loslässt, stellt sich
die Frage: Was bleibt, wenn das, was man aufgibt, mit so vielen anderen Dingen verbunden ist?

Es ist schwerer, loszulassen und möglicherweise alles zu verlieren als etwas zu behalten und dafür
alles andere aufzugeben. Und dennoch möchte ich jedem sagen: Das ist der richtige Weg, wenn sich
etwas falsch anfühlt. Wir müssen uns immer fragen, wer uns etwas bedeutet und wem wir etwas bedeuten
oder ob wir etwas tun, was uns gefällt, aber gleichzeitig auch den Sinn und Nutzen davon hinterfragen.
Wenn dieser Sinn und Nutzen oder eine Gegenseitigkeit vorhanden ist, dann ist das ein gutes Zeichen.
Sollte dies aber nicht so sein, fragt euch dringend einmal selbst, ob ihr jahrelang wie jemand
gelebt habt, der ihr nicht seid. Ob es Dinge gibt, die ihr immer sagen wolltet, aber nie über eure
Lippen kamen? Wen habt ihr geliebt, aber es demjenigen nie gesagt? Was hättet ihr mit euren Worten
ändern können? In welcher Situation hättet ihr mehr aus euch rausgehen oder eine klare Position
beziehen sollen? Wenn ihr es jetzt noch nicht getan habt, dann tut es. Schmeißt alles von euch weg, was nur Schaden bringt und niemals Früchte tragen wird und seid mutiger im Leben, indem ihr neugierig und offen dafür seid,
aus eigener Kraft eine Veränderung herbeizuführen. Glaubt an euch.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Antworten

Lange habe ich Antworten gesucht, an diesem Ort, wo ich meine wenigen Stunden mit dir verbracht hatte. Ich habe dieses Bild gesucht, dass nur in meinem Kopf existierte. Wo wir lachten und auf einem Spielplatz saßen. Ich war jung und bin es immer noch, aber manchmal denke ich, wenn alles anders wäre, hättest du meine Frau sein können. Oder ein Stück meiner Seele, das jetzt einfach fehlt. Bis heute weiß ich, dass du mit so vielem, was du sagen wolltest, allein geblieben bist. Und das, obwohl ich der war, dem du es hättest sagen können. Hättest. Doch es kam niemals auch nur ein Schimmer dessen in mein Leben zurück, was du für mich gewesen bist, so fremd war dir diese Welt, und damit auch ich ein Fremder. Ich fragte Gott, was nun wird und er zeigte mir, dass Wunder möglich sind. Du hast die Möglichkeit bekommen, zu leben, so wie ich es mir immer gewünscht hatte. Doch ein Leben mit dir, so scheint mir, ist es nicht. So Gott will, verweile ich ohne dich, mit den Bildern alter Tage. Aber wenn er mich hört, in all der Zeit, wo du mir so viel näher scheinst, als du es bist, da wird er meine Sorgen auflösen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Alte Wege

So oft hast du gesagt, dass du die Vergangenheit längst überwunden hast und jeder deiner Schritte dich vorwärts führt. Du sagtest, dass du diesen neuen Lebensabschnitt mit offenen Armen empfängst, und dir vorstellst, wie es wäre, ein Mensch zu sein, der das erste Mal im Leben nach vorne schaut und nicht zurück. Manchmal erzählst du den Menschen, die dich kennen, wie schön es wäre, mal zu verreisen. Mir erzählten sie, wie begeistert du davon sprachst, mal nach Paris zu fahren oder an einem sonnigen Strand unter Palmen zu liegen. Ich konnte mir denken, dass dir das sehr gefallen würde, auch wenn ich dich lange nicht gesehen habe. Ich kann mir generell denken, dass es vieles gäbe, was dir eine Freude bereiten würde, aber ob dies tatsächlich auch so ist, scheint mir unklar. Du warst immer ein Mensch, der sich nur freute, damit andere nicht weiter fragten, wie es dir wirklich ging. Wie zufrieden du warst, als du gelacht hattest und ich dich küsste, weiß ich bis heute nicht. Es könnte mir sogar egal sein. Wahrscheinlich ist es das auch. Oder vielleicht hoffe ich auch nur, dass es so ist. Weil ich selbst mich oft nicht überwinden konnte, aber es irgendwann muss. Du wirst es auch müssen, sonst wird sich nichts mehr in deinem Leben rühren. Es stehen dir viele neue Türen offen, doch wie ich dich kenne, wirst du sie wieder schließen. Eigentlich brauchst du dieses neue Leben ja gar nicht, denkst du dir. Und die Schlüssel für die alten Türen hinter dir hast du ja immer noch. Wenn ich dich jetzt frage, würdest du mir begeistert von deinen Fortschritten im Leben erzählen und dass so vieles neu für dich ist. Aber ich weiß, dass du wieder zurückgegangen bist. Du erzählst von der Schönheit des Lebens und deiner neuen Zukunft, doch wandelst schon jahrelang und auch jetzt noch auf diesen alten Wegen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar