paul der Mops

Wie ein Mops die Welt erlebt

09.09.16

 

Hallo Onkel Karl,

war das gestern wieder ein Wetter! Es war so heiß! Zum Glück hatten Mama und Papa beide frei. So fuhren wir schon früh morgens zum Rhein. Herrlich!!

Es gibt dort immer wieder Neues zu entdecken. Heute habe ich ein echte Leiche am Strand gefunden! Ehrlich!! Sie war schon mumifiziert! Es war eine „Krebs-Leiche“! Als Mama sie fotografieren wollte ist Maja einfach darüber gelaufen. Mama musste die Teile dann erst wieder notdürftig zusammenlegen um ein Bild davon machen zu können.

Auch sonst gab es jede Menge Fundstücke. Eine Stange Lauch, zwei große Zwiebeln, einen halben Salatkopf, zwei Bananen und einen Fisch! Der war schon zur Hälfte aufgegessen. Mama meinte mit den Dingen könne sie uns nun eine Fischsuppe kochen. Außerdem fanden wir noch zwei Tennisbälle und einen Kong! Das ist so ein Hundespielzeug. Mitnehmen durfte ich die Sachen aber nicht. Papa hat sie ins Wasser geworfen. Maja hinterher! Doch mit ihrem kleinen Maul konnte sie die Bälle nicht wieder holen. Die ist auch zu nichts zu gebrauchen! Außer zum Krawall machen! Gestern ist sie auf die arme Lina los gegangen. Wir trafen sie im Hausflur und Lina ist an der Mama hochgesprungen. Da hat sich die Maja auf Lina gestürzt! Wie eine Furie! Die arme Lina wusste gar nicht wie ihr geschah! Ganz schnell ist sie hinter ihrem Herrchen nach gerannt. Bloß weg von der Bestie!

Papa hat gesagt, dass er mit mir ins Schlaraffenland fährt. Weil ich doch immer auf der Suche nach Nahrung bin. Er kenne einen Ort, der wie für mich geschaffen sei. Nur Leckereien! Ganze Berge soll es dort davon geben. Dort könne ich den ganzen Tag fressen! Er nannte es allerdings nicht Schlaraffenland sondern Müllkippe! Ich bin halt eben immer hungrig. Und warum soll das ganze gute Essen denn verkommen?

Dann gab es noch einen Riesenschreck! Der Papa hat sich die Hose hochgekrempelt und ist ins Wasser gegangen. Einfach so! Beinahe wäre er ertrunken. Doch Maja hat ihn gerettet! Sie ist sofort hinter ihm her. Das Wasser schwappte schon über ihren Rücken. Ich habe sie vom Ufer aus angefeuert! Du weißt ja, meine Pfoten regieren allergisch auf Wasser! Dann zog die Mama auch noch ihre Schuhe aus. Zum Glück waren ihre Hosenbeine zu eng. Sie konnte sie nicht hochkrempeln. Was hat die geglaubt, dass ich sie dann rette??

Auf dem Rückweg zu Auto kamen wir an einem Biergarten vorbei. Leider war das Tor zu. Doch kein Problem für mich! Ich passte genau zwischen die Gitterstäbe durch. Die Mama nicht!! Von wegen „dicker Mops“!! Aber lange bin ich nicht dort geblieben. Es war langweilig. Keine Leute da! Ein paar Meter weiter hatten Maja und ich dann mehr Glück! Da ging ein Weg nach links ab und da stand eine Bank auf der vier ältere Herren saßen. Da haben wir uns erst einmal ein paar Streicheleinheiten abgeholt. Sollen Mama und Papa ruhig mal warten. Wir wusste ja wo sie waren. Ihre Rufe waren ja laut genug. Einer der Herren stand auf und ging zu seinem Auto. Wir hinter ihm her! Der wollte uns bestimmt ein Leckerchen holen. Leider Hatten Mama und Papa ihre Rufe eingestellt und waren uns hinterher gelaufen. Sie faselten was von „Sture Mistviecher!“ , „Da vorne ist die Straße!“ und „Wer nicht hören will muss an die Leine!“. Doch ganz ehrlich, die wussten bestimmt den Weg zum Parkplatz zurück nicht mehr. Wir hatten nämlich heute woanders geparkt. Also machten wir gute Miene zum bösen Spiel und ließen uns widerstandslos anleinen. Anschließend brachten wir sie zum Auto zurück. Inzwischen waren wir auch etwas müde. Kaum fuhren wir los, da schlief Maja auch schon ein.

Hoffentlich wird es nächstes Wochenende nicht wieder so heiß! Da müssen wir uns nämlich tarnen! In Borken findet ein Mittelalterliches Spectaculum statt. Hunde dürfen da aber eigentlich nicht hin. Sagt der Papa! Deshalb müssen uns tarnen. Dem Anlass entsprechend natürlich. Ich soll ein Kettenhemd und einen Ritterhelm tragen. Papa meinte, über meine platte Schnauze müsse so ein Helm passen. Für etwas muss die kurze Nase doch gut sein! Maja wird als Burgfräulein ausstaffiert. Mit langem Gewand und spitzem Hut auf dem Kopf. Mama sagt ja immer mit unserem Benehmen passen wir gut ins Mittelalter! Rülpsen und pupsen war zu der Zeit ein normales Benehmen.

Abends gab es dann noch Streit zwischen Maja und mir. Wenn die Mama ins Bett geht, gehen wir mit. Mama macht ja immer den Fernseher aus. Das ist für uns dann immer das Zeichen. Der Papa ist da schon längst im Reich der Träume. Der schafft oft noch nicht einmal die Tagesschau bis zum Ende zu schauen. Heute war er allerdings noch wach. Es wurde noch ein Motorradrennen gezeigt. Mama ist also schon vor gegangen. Maja hinterher. Mir hat keiner Bescheid gesagt!!!!

Als ich dann endlich geschnallt habe, dass die Mama im Bett war, bin ich natürlich sofort hin! Doch was musste ich sehen?? Da lag die Maja doch tatsächlich auf meinem Platz!! Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, ich liege links von der Mama und Maja rechts! Was tun?? Ich legte mich erst einmal auf das Hundekissen um zu überlegen. Dann sprang ich aufs Bett und begann an Majas Popo zu schnüffeln! Das kann sie gar nicht ab!! Schon gar nicht wenn sie schläft!! Wie ein Berserker fuhr sie mich an. Wir begannen zu raufen. Maja fiel vom Bett und ich triumphierte!! Mit erhobenem Kopf stolzierte ich einmal über die ganze Bettfläche. Maja saß auf dem Boden und schaute mir zu. Dann ließ ich sie wieder aufs Bett. Natürlich auf die richtige Seite. Ich wartete noch bis sie sich wieder hingelegt hatte und stieg dann über Mama hinweg auf meine Seite. Nun hätte ich endlich beruhigt schlafen können, wäre da nicht Mama´s Gekeife gewesen. „Ich schmeiß euch beide raus und dann könnt ihr euch im Keller austoben!“ „Ihr Habt doch wohl einen Knall!“ So was in der Art. Maja und ich schliefen dann aber trotzdem schnell ein. Mama nicht! Sie war jetzt wach!! Selber Schuld!!! Hätte sie gleich die Maja auf die richtige Seite geparkt, wäre nichts gewesen. Doch so musste ich meinen Platz verteidigen. Ich kann mir doch nicht alles von so einem Mops gefallen lassen!

Ich überlege ja schon, ob ich die Mama umtauschen kann. Die hat doch tatsächlich der Maja ein neues Halsband gekauft. Weil das andere stinkt und die Maja nicht gerne Geschirr trägt. Während mein Geschirr dann in der Wäsche ist, soll ich dann Majas Geschirr tragen, Es ist ROSA!!!!!! Mama meinte ich solle mich nicht so anstellen, schließlich trage der Butcher ja auch das rosa Halsband von der Molly! Der Butcher muss aber auch nicht damit über die Straße laufen!! Der ist ja nur auf dem Hof!! Ich dagegen, soll mit einem rosa Geschirr über die Hundewiese??? Nein!!!! Nicht mit mir!! Soll sie das doofe Geschirr doch selber tragen. Zum Glück hat der Papa das braune Geschirr aus dem Schrank geholt und es passte noch! Wir Männer müssen in Notsituationen eben zusammenhalten!

LG

Paulchen






27.08.16

 

Hallo Onkel Karl,

eigentlich wollte ich dir gestern schon schreiben, doch Maja und ich lagen im „Hitze-Koma“!

Es war gestern so heiß, dass wir mittags keinen Spaziergang machen wollten. Brauchten wir aber auch nicht. Endlich hatte Mama mal Mitleid mit uns.

Morgens waren wir am Rotbachsee zuerst hatte ich gar keine Lust aufzustehen. Mama hat ein Foto von mir gemacht und gesagt: „Wenn Du nicht aufstehst, schicke ich das Bild an Tante Dagmar! Dann lachen alle über den faulen Mops“! Da bin ich dann doch lieber schnell aufgestanden. Leider waren schon viele Leute unterwegs. Papa und Mama sind mit uns schnell in den Wald. Das war viel besser. Keine Fahrradfahrer und keine Jogger. Wir konnten toben, spielen und rennen. Der Rotbach war immer neben uns und so konnte Maja immer ihren Durst stillen.

Als wir da so am Ufer spielten, kam ein riesiger Schäferhund auf der anderen Seite des Baches angerannt. Mit einem Satz war er im Wasser und legte sich hin. Ich machte mich bereit für eine Auseinandersetzung. Still stand ich da und beobachtete den großen Kerl. Eine ganze Weile stand ich da und schaute ihm zu. Dann passierte… nichts!! Gar nichts!!! Er nahm keinerlei Notiz von mir. Kannst Du dir das vorstellen? Er sah mich gar nicht an! Nahm keinerlei Notiz von mir! So ein arroganter Köter!! Ich drehte ihm einfach den Rücken zu und lief zur Mama. Soll er sich doch einen anderen Doofen zum spielen suchen.

Maja und ich liefen also durch den Wald. Plötzlich standen wir an an einem Abgrund. Keine Chance die Kluft zu überspringen. So mussten Maja und ich den Weg durch den reißenden Bach nehmen. Mama und Papa waren ja schon einfach weitergegangen. Ich ließ Maja den Vortritt. Dann sprang ich todesmutig die Böschung hinab und kämpfte mich gegen die starke Strömung bis zum Waldweg. Ich war froh als ich das rettende Ufer erreichte. Ich schwöre dir, das Wasser war bestimmt 2 Zentimeter tief. Meine Pfoten waren ganz nass!

Fast zwei Stunden liefen wir durch den Wald. Als wir schon auf dem Rückweg waren trafen wir Lulu. Zuerst hatte sie große Angst vor uns. Im großen Bogen lief sie bellend an uns vorbei. Sie traute sich nicht näher zu kommen. Doch nach ca. 15 Minuten sahen wir sie wieder. Nur lief sie jetzt auf der anderen Seite des Baches entlang. Wahrscheinlich erinnerte sie sich an uns. Mit einem Satz war sie im Wasser und kam durch den Bach zu uns gelaufen. Sie hatte gar keine Angst in dem Wasser zu ertrinken. Dabei ging es ihr bis zum Bauch. Nun hatte sie gar keine Angst mehr vor uns. Selbst Maja spielte mit. Leider spielten Mama und Papa nicht mit. Sie wollten nach Hause. Normalerweise wären wir ja sauer, doch wir hatten auch Hunger. So gingen wir mit Mama und Papa mit.

Den Rest des Tages verbrachten wir schlafend. Die Hitze lähmte jeglichen Drang zur Bewegung. Doch auch Mama bewegte sich nicht viel. Papa musste ja noch arbeiten. So konnten wir ohne ein schlechtes Gewissen zu haben einfach mal nichts tun.

Abends gab es Hühnchen!! Welch eine Freude!

Nachts hat die Mama aber noch ordentlich mit uns geschimpft. Dabei haben wir doch wirklich Rücksicht genommen. Doch wenn sich so ein Hund sich erdreistet mitten in der Nacht in unserer Straße zu bellen, können wir dies nicht durchgehen lassen. Also bellten wir zurück! Wir versuchten wirklich leise zu sein. Doch es musste ja laut genug sein, damit uns der andere Hund auch hört! Und auch auf dem Bett sprangen wir ganz vorsichtig hin und her. Trotzdem fühlte Mama sich in ihrem „Schönheitsschlaf“ gestört. Die kann sich aber auch anstellen!

Heute waren wir wieder am Rhein. Das erste was wir sahen war ein Schäferhund! Schon wieder!! Es war eine Hündin. Die hatte einen Blick drauf! So als wolle sie sagen, „Es riecht nach Hund, sieht aber nicht aus wie Hund“! Ihr Frauchen erzählte, dass sie immer mit den Kälbern schmust. Also die Hündin, nicht das Frauchen! Vielleicht war sie in ihrem früheren Leben selber mal eine Kuh. Mit uns wollte sie nichts zu tun haben. Wir sind schnell weiter. Die große Wiese war gemäht und das Heu roch wunderbar. Keine Menschenseele störte uns. Maja war in ihrem früheren Leben bestimmt mal ein Wasserhund. Sie stürzt sich mit wachsender Begeisterung in die Fluten. Doch heute hatte ich keinen Bock auf weitere Schmähungen durch Mama und Papa. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und lief ins Wasser. Bis zum Bauch stand ich darin. Was soll ich dir sagen, Ich habe überlebt!! Eigentlich gar nicht so schlimm. Das Wasser kühlte Pfoten und Bauch. Was aber nicht sofort heißt, dass ich genauso in die Wellen springe wie Maja. Bin ja schließlich nicht lebensmüde.

Papa hat eine Flaschenpost gefunden. Eigentlich war es nur eine verschließbare Röhre mit einem Stück Papier darin. Da waren nur Namen und Email Adressen drauf. Irgendjemand hat sie 2010 wohl in den Rhein geworfen, seitdem ist sie schon öfter gefunden worden. Jeder Finder hat seine Adresse hinterlassen und den Behälter wieder auf die Reise geschickt. Mama hatte ihre Handtasche im Auto gelassen, so hatte sie keinen Stift. Doch sie hat die Röhre wieder verschlossen und samt dem Inhalt in den Rhein geworfen, damit sie ihre Reise fortsetzen konnte. Wir sind dann noch eine Weile am Ufer entlang gelaufen. Dann ging es über die gemähte Wiese Richtung Deich. Plötzlich nahm ich einen starken Geruch wahr. Da stand zwar ein Zaun, doch ich passte darunter durch. Es waren viele Haufen Kuhdung die so herrliche dufteten. Mama konnte rufen und pfeifen wie sie wollte. Ich lief quer über die Weide. Mama, Papa und Maja waren inzwischen schon oben auf dem Deich. So hatte ich die ganze Weide für mich allein. Am liebsten wäre ich dort geblieben, doch die gingen einfach weiter. So quetschte ich mich wieder unter den Zaun durch und rannte den Deich hoch.

Was mussten meine Augen da sehen?? Mama und Papa werden immer krimineller! Nicht nur dass sie ständig Maisblätter klauen! Nein, jetzt klauten sie dem Bauern schon das Heu von der Wiese! Eine ganze Tüte voll! Ich gönn den Meerschweinchen ja die Leckereien, doch irgendwann komm ich noch ins Gefängnis dafür und dann?? Glaubst Du, dass die Schweinchen mir dann einen guten Anwalt besorgen??

Zum Glück wurden wir nicht erwischt. Schnell ins Auto und ab nach Hause. Inzwischen war es auch schon fast 10 Uhr und die Sonne stach vom Himmel herab. Unten am Wasser hatten wir es gar nicht so bemerkt. Den Rest des Tages werden wir also mal wieder schlafend verbringen.

Morgen wollen Mama und Papa noch mal mit uns zum Rhein. Um uns Freude zu bereiten?? Nein, um noch mehr Heu zu klauen!! Sie wollen eine größere Tüte mitnehmen. Wehe wenn wir erwischt werden, dann verkleide ich mich als Kalb und lasse mich von der Schäferhündin adoptieren. Dann kann ich jeden Tag am Rhein spazieren gehen

LG

Paulchen






25.08.16

 

Hallo Onkel Karl,

es ist soo heiß!! Maja und ich schmelzen! Gestern hat Mama uns geduscht, nicht weil wir schmutzig waren, nur um uns eine Erfrischung zu gönnen. Das war herrlich. Morgens müssen wir jetzt immer ganz früh aufstehen. Papa geht dann mit uns zur Wiese. Tagsüber können wir keinen langen Spaziergang machen. Der Asphalt ist so heiß, dass unsere Pfoten fast daran kleben bleiben. Zum Glück hat die Mama wenigstens da mal Mitleid mit uns. Sonst hat sie es nämlich nie!!

Neulich zum Beispiel, da waren wir unterwegs. Der Papa hat auf dem Gehweg ein hellblaues Haargummi gefunden und versuchte es mir um den Schwanz zu binden. Mama nahm es ihm weg. Wollte sie mich tatsächlich vor dieser schrecklichen Peinlichkeit bewahren? Natürlich nicht!! Mit einer kleinen Handbewegung stülpte sie das Haargummi über meinen schönen Ringelschwanz! So sehr ich mich auch bemühte, ich bekam es nicht wieder ab. So lief ich also mit einem himmelblauen Haargummi über die Straße! Was für eine Blamage!! Zum Glück trafen wir keine anderen Hunde! Die hätten sich bestimmt über mich totgelacht!! Auf der Hundewiese befreite mich aber der Papa von dem Ding!

Doch schon am nächsten Tag konnte ich mich dafür rächen. Mama hatte mal wieder Spätschicht. Als sie abends nach Hause kam hat sie sich noch ein Brot mit Käse gemacht. Der Käse ragte über den Rand des Brotes hinaus. Alles was übrig ist, ist für mich! Ein happ und der Käse war weg!! Mama war sauer!! Leider hat sie mich dabei erwischt. Viel zu früh! Hätte ich nur zwei Sekunden mehr gehabt, wäre das ganze Brot weg gewesen! Dann hätte sie aber ganz schön dumm geguckt. Natürlich musste sie gleich am nächsten Morgen der Tante Dagmar meine Tat petzen.

Genauso wie die Sache mit der Polizei! Habe ich dir das noch nicht erzählt? Neulich war die Polizei bei uns. Hat zumindest die Mama behauptet. Doch so ganz glaube ich das nicht. Es war am späten Abend. So viertel vor Zehn. Papa, Maja und ich haben schon auf der Couch geschlafen. Mama sagte, da hätte es geschellt und es sei an die Türe geklopft worden. Drei Polizisten standen davor und haben den Nachbarn von der ersten Etage gesucht. Doch so richtig glaube ich ihr die Story nicht! Schließlich hat keiner von uns Dreien das mitbekommen. Mama behauptet, wir hätten so tief geschlafen, dass wir nichts mitbekommen hätten. Deshalb seien wir als Wachhunde auch nicht zu gebrauchen.

Die ist immer so frech!!

Nächsten Montag dürfen wir wieder zu Tanja und Stephan in den Garten. Mama hat Frühschicht!!

Doch erst fahren wir morgen wieder zum Rotbachsee. Die Mama hat frei und der Papa muss erst mittags arbeiten. Das heißt schon wieder früh aufstehen!! Doch dafür stehe ich gerne auf.

Letzten Samstag hatte die Mama Mittagsschicht. Da ist der Papa mit uns nach Oma und Opa gefahren. Endlich mal wieder richtig satt essen.

Etwas lustiges muss ich dir aber auch noch erzählen. Maja macht mir ja neuerdings das Kissen auf der Couch immer streitig. Doch nun ist sie selber mal von der Couch gefallen. Sie hatte es sich gerade so richtig gemütlich gemacht, da ist sie über den Rand gefallen.

Schadenfreude ist doch die schönste Freude.

Übrigens bin ich wirklich ein „Wermops“! Denn solange der Mond hell und Rund am Himmel steht, kann ich nicht schlafen. Sehr zur Freude von Mama! Sie ist immer richtig begeistert, wenn ich ihr meine Spielzeug ins Bett bringe.

So, jetzt werde ich wieder ein Nickerchen machen. Die Hitze macht mich völlig fertig. Außerdem muss ich heute Abend unbedingt SAT 1 Gold gucken. Da kommt dieser komische Anwalt im Fernsehen. Die stellen irgendwelche Versicherungsschäden nach. Die Hauptrolle spielt ein Mops!!

Bis bald!

Paulchen






19.08.16

 

Hallo Onkel Karl,

ich habe da mal eine Frage! Gibt es eigentlich auch „Wermöpse“? Also, was ich meine ist ein Mops der sich bei Vollmond verwandelt!

Wenn ja, dann bin ich einer davon!!

Sonst bin ich doch immer so schön schläfrig. Doch jetzt wo wieder der Mond voll und rund am Himmel steht, bin ich abends hellwach! Statt zu schlafen schleppe ich lieber alle meine Stofftiere durch die Wohnung und spiele mit ihnen. Mama findet das nicht so toll. Sie will lieber schlafen.Doch was soll ich machen, wenn der Mond ins Schlafzimmer scheint und mich nicht schlafen lässt? Maja hat auch keinen Bock zum spielen. Nur deswegen bringe ich die Stofftiere zur Mama. In der Hoffnung, dass sie mit mir spielt. Doch die hat mich aus dem Bett gejagt und geschimpft.

In den letzten beiden Wochen hatte Mama Urlaub. Das Wetter war nicht so wie sie es sich gewünscht hätte. Mal war es extrem heiß oder lausig kalt! Geregnet hat es auch! Nur ganz wenige Spaziergänge waren toll. Die aber dafür so richtig!!

Wir waren wieder am Rhein. Zuerst sind wir den doofen und langweiligen Weg auf dem Deich entlang. Maja und ich durften gar nichts!! Nicht zum Wasser, nicht zu den Anglern und nicht zur Straße! Doch bei dem Restaurant bin ich ausgebüchst! Das Restaurant hatte noch geschlossen, es war ja noch früh am Morgen. Deshalb waren noch die Ketten vor den Zugängen zur Terrasse. Für mich natürlich kein Problem! Ich bin einfach unten drunter geschlüpft. Mama konnte nicht so schnell hinterher. Also erst einmal alles in Ruhe abgeschnüffelt. Doch dann kam Papa! Der ist einfach über die Ketten drüber gestiegen. So bin ich schnell weiter zum Parkplatz gerannt. Zum Glück habe ich vier Pfoten, die sind schneller als Menschenbeine. Papa hatte echt Mühe hinter mir her zu laufen. Zumal Maja jetzt auch noch angelaufen kam. Eigentlich wollte ich noch bis zur Straße laufen, doch die Mama kam nicht. Da bin ich doch lieber wieder zurück. Zur Strafe musste ich an die Leine.

Anschließend sind wir dann endlich runter an den Rhein. Maja war auch schon halb verdurstet. Sie sprang in Wasser und wieder raus! Ich hatte auch Durst. Also bin ich was trinken gegangen. Plötzlich kamen riesige Monsterwellen. Eine hat mich voll erwischt! Fast wäre ich ertrunken! Mit letzter Kraft schleppte ich mich aus dem Wasser. Mitgefühl von Mama und Papa?Doch Fehlanzeige!! Ausgelacht haben die mich!! Dabei war ich bis zum Bauch nass!! Mama hat auch noch davon ein Video gemacht und es der Tante Dagmar geschickt. Maja hat mich auch nicht bedauert. Sie hat in den Wellen getobt und versucht sie zu beißen.

Was kann man von so einer Familie auch erwarten. Ständig werde ich ausgelacht! Oder es werden Witze über mich gemacht! Neulich hat der Papa gesagt, dass ich mich ganz einfach im Zoo verstecken könne. Bei den Faultieren. Mit meinem Kringelschwanz könnte ich mich an einen Ast hängen und meine Fellfarbe gäbe mir die beste Tarnung. So könnte ich selbst die Tierpfleger täuschen. Denn da ich mich ja nur zum Fressen bewege, würde ich nicht auffallen.

Maja ist auch schon sauer auf mich! Sie hat keine Lust mehr die Treppen runter zu laufen. Mama muss sie immer erst rufen. Sie bleibt jetzt immer vor der Wohnungstüre stehen während Mama mich nach unten trägt. Dort steht sie und wartet darauf, dass die Mama wieder rauf kommt und sie auch holt. Doch dazu ist die Mama natürlich zu faul.

Letzten Sonntag waren im Kaisergarten in Oberhausen. Da ist die Maja mit einem Schiff um die Wette gelaufen. Es führt ein Weg den Rhein-Herne-Kanal entlang. Der Kanal liegt höher als der Weg. So sah es aus, als wenn Maja und das Schiff auf gleicher Höhe laufen. Mama hat ein Video davon gemacht. Da war so ein doofer Hund. Der war an einer gaaaanz langen Leine. Der wollte uns beißen. Wir konnten aber weglaufen, denn wir waren ja ohne Leine. Dann gingen wir zum Tiergehege. Da gab es Schweine, Schafe, Ziegen und Esel. Hat uns aber nicht interessiert. Bis auf das Wollschwein, dass kam der Maja wohl nicht geheuer vor. Sie hat es tüchtig ausgebellt. Es sah aber auch zum fürchten aus, so ein riesiges Schwein mit Locken!

Mamas Urlaub ist nun wieder zu Ende! Gott sei Dank!! Endlich wieder die Couch für uns allein. Keiner mehr, der den Papa ausschimpft weil er mir von seinem Camembert was abgibt und auch der Laptop steht mir wieder zur Verfügung.

LG

Paulchen

31.07.16

 

Hallo Onkel Karl,

es regnet! Gott sei Dank! Mama hat Urlaub und was das für uns arme Möpse bedeutet, kannst Du dir ja vorstellen. Kilometerlange Gewaltmärsche! Doch nur wenn das Wetter gut ist. Da es aber regnet, können wir es uns auf der Couch gemütlich machen.

Und endlich kann ich dir auch wieder einmal schreiben. Es ist doch sooo viel passiert. Vor knapp zwei Wochen bekam der Papa mittags einen Anruf. Er sollte länger arbeiten. Mama musste zur Spätschicht. Also hat sie schnell die Tanja angerufen. Wir wären sonst zu lange allein gewesen. Außerdem war es doch so heiß! Tanja sagte „Ja“! Mama uns also ins Auto gepackt und nichts wie hin. Die Türe ging auf und Maja wie ein Blitz durchs Wohnzimmer zur Terrassentür. Da standen sie!! Zwei Pinscher!! In unserem Garten!! Also ich fand dies unverschämt. Maja hat es nicht interessiert. Terrassentür auf und ab in den Garten. Die Pinscher haben erst mal viel Theater gemacht. Maja störte sich nicht daran. Sie lief einfach zwischen den beiden durch und eroberte die Wiese. Die Pinscher hießen Lily und Judy. Judy möchte mich auf Anhieb. Ich wurde sie gar nicht mehr los. Ständig lief sie hinter mir her. Lily hatte eine Heidenangst vor uns. Sie versteckte sich unter dem Stuhl bellte und giftete uns an. Doch sie hatte so viel Angst, dass wir sie lieber in Ruhe gelassen haben. Im Laufe des Abends hat sie sich dann auch soweit beruhigt. Sie hat wohl gemerkt, dass wir ihr nichts tun. Tanja hat erzählt, dass Judy und Lily nie mit anderen Hunden zusammen sind. Kein Wunder also, dass sie solche Angst vor uns hatte.

Am nächsten Tag hat Mama uns auch wieder abgeholt. Da war die Lily aber froh!

Ein paar Tage später hatte Mama Nachtschicht. Als sie morgens nach Hause kam, hat sie sich nur umgezogen und wir sind zum Rotbachsee gefahren. Das war klasse!! Es war erst kurz nach Sieben. Kaum eine Menschenseele unterwegs. Und die Temperaturen!! So herrlich angenehm. Erst eine Runde um den See, dann den Bach entlang und durch den Wald. Zwei Stunden waren wir unterwegs. Eine neue Freundin habe ich auch kennengelernt. Sie heißt Rosi, ist eine Englische Bulldogge und 6 Monate alt. Ihr Opa war mit ihr Spazieren. Ihr Herrchen hat sie aus einem holländischen Tierheim geholt. Ohne Leine darf sie noch nicht laufen. Sie geht immer „struzen“. Ich mag sie, sie hat das gleiche Hobby wie ich! Nur dass sie freiwillig in den See zum baden geht, dass kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe meinen Pfoten lieber eine Schlammkur gegönnt. Mama und Papa waren davon aber nicht begeistert. Wir mussten noch eine weitere Runde laufen. Papa hat gesagt, dass ich so dreckig nicht ins Auto darf. Mama hat schnell ein Bild gemacht um es der Tante Dagmar zu schicken.

Petze!!

Auf dem Rückweg haben wir noch Brötchen für das Frühstück geholt. Nach dem Frühstück ist die Mama ins Bett gefallen. Maja und ich haben ihr Gesellschaft geleistet. Nach dem Morgenspaziergang waren wir aber auch ganz schön müde.

Am nächsten Tag hat Mama uns wieder zu Tanja und Stephan gebracht. Diesmal durften wir zwei Tage dort bleiben. Keine stundenlange Wanderungen. Raus in den Garten wenn wir wollen (Maja will immer) oder einfach bei der Hitze im Wohnzimmer auf den kühlen Fliesen liegen. Soll Mama mal ruhig bei der „Affenhitze“ in ihre Tankstelle gehen. Wir genossenen unseren Urlaub.

Leider waren die beiden Tage so schnell wieder um. Als Mama uns abholte, kam es zu einer gefährlichen Situation. Im Haus wohnt ja auch noch die Dogge Django. Als wir auf dem Weg zum Auto waren hat Maja wie blöd gebellt. Plötzlich ging die Türe auf und Django kam heraus. Er bellte nur einmal und packte Maja im Nacken. Sein Herrchen hat ihn so angebrüllt, dass er Maja wieder losließ. Doch glaube mal ja nicht, dass Maja jetzt unter Schock stand. Wenn Mama sie nicht an der Leine gehabt hätte, hätte sie sich auf Django gestürzt. Mama hat mit uns ganz schnell das Grundstück verlassen. Wahrscheinlich hatte sie Angst, dass Maja die Dogge beißen könnte.

Dann fing unser Martyrium an. Mama brauchte nicht mehr zur Arbeit. Jeden Tag Spaziergänge, die an „Mopsquälerei“ grenzen. Stundenlang wandern wir durch die Wiesen, an Feldern entlang, den Rotbach entlang und ab und zu durch die Stadt. Danach sind wir immer völlig fertig. Wir schlafen nicht, wir liegen komatös in der Wohnung herrum. Genau das ist wohl auch der Sinn und Zweck der ganzen Aktion. Zwei Stunden Gewaltmarsch und Mama hat für den Rest des Tages ihre Ruhe.

Am Rotbach sind auch einige Schrebergärten. Mama hat überhaupt kein Verständnis, dass ich dort auch immer nach dem Rechten sehen muss. Wenn die Leute doch keinen Zaun um ihr Grundstück haben, kann doch jeder Strolch sich dort rumtreiben. Da sind die bestimmt ganz froh, wenn ein aufmerksamer Mops regelmäßig nach dem Rechten schaut. Auf der anderen Seite des Weges ist sonst immer ein Tümpel. Durch die Hitze in den letzten Wochen ist dieser aber fast ausgetrocknet. Nur noch ein matschiger Modder ist dort. Maja lief außen um den Modder herum. Ich natürlich mitten durch. Meine Pfoten waren bis zum Bauch schwarz.

Ich wurde bestraft! Es war schrecklich!

Mama stellte mich einfach in den Bach und wusch mich sauber. So eine Schmach!

Doch dann kam endlich der langersehnte Regen. Seit drei Tagen regnet es nun und wir können mal wieder richtig entspannen.

LG

Paulchen

17.06.16

 

Hallo Onkel Karl,

es ja ganz schön, wenn die Mama ein paar Tage hintereinander frei hat, doch es ist auch die Hölle!!!

Tägliche Spaziergänge werden zu Mammuttouren. Kilometerweit müssen unsere kleinen Beinchen marschieren. Es grenzt an ein Wunder, dass unsere Pfoten noch nicht blutig gelaufen sind.

Den Rotbach entlang. Mal in die eine Richtung, mal in die andere Richtung! Nach Lohberg, diesmal mit vollem Handy-Akku. Quer durch die Stadt an einem Wochentag! Was das heißt, kannst Du dir ja denken. Autos, LKW´s, Autos, Krankenwagen und Autos. Von den vielen Menschen ganz zu schweigen! Doch da hat selbst die Mama gesagt, dass sie dies nie wieder macht. Also mit uns beiden durch die Stadt zu gehen. Es sei ihr schon ohne zwei Möpse zu stressig bei dem vielen Verkehr.

Neulich habe ich die Mama beim lügen erwischt! Sie meint es sei ihr manchmal zu viel ständig einen Zementsack spazieren zu führen. Das war gelogen!! Bei den Spaziergängen war noch nie ein Zementsack dabei. Immer nur die Maja und ich!

Der Marsch nach Lohberg war wieder aufregend. Diesmal kannten wir uns ja schon aus. So liefen Maja und ich sofort los, als wir von der Leine durften. Gerade waren wir noch im Blickfeld von Mama und Papa und „schwuppdiwupp“ waren wir weg! Mama hat dies gleich Im Video festgehalten. Dabei sind wir ja nicht weg gelaufen, wir haben nur die Gegend erkundet. Es ist dort aber auch ein riesiger Abenteuerspielplatz für uns. Viel Platz, viele Gerüche, viel Gestrüpp und versteckte Winkel und einen See für den Durst. Dort ist auch ein Schilfgürtel. Leider ist er nicht mit trockener Pfote zu erreichen. Ich habe meinen ganzen Mut zusammen genommen, bin durch die Wasserrinne und schon stand ich im Schilf. Mama hat gerufen und gepfiffen. Doch mich hat dies nicht gestört. Die Enten fanden meinen Besuch aber nicht so schön.Ich war happy. Endlich wieder ein neues Abenteuer!

Doch das Allerbeste ist, keine Autos, kaum Fahrräder und fast gar keine anderen Fußgänger. Freiheit pur!! Nur leider ist der Weg dorthin immer so weit. Denn wir müssen den ganzen Weg ja auch wieder zurück laufen. Diesmal war es aber etwas besser als beim letzten Mal. Wir sind einen anderen Weg gegangen. Da waren nicht so viele Autos und ein Maisfeld. Da war ein richtiger See auf dem Feld. So konnten wir noch schnell unseren Durst löschen. Maja fand die feuchten Grashalme so toll, Mama konnte sie noch gerade im letzten Moment wegziehen. Maja wollte sich im Gras wälzen. Doch sie hatte nicht gesehen, dass unter dem Gras nur noch Wasser war. Sie wäre pitschnass geworden.

Heute waren wir am Rhein! Schon ganz früh morgens. Maja und ich rannten sofort los. Leider war der Abstieg etwas schwierig. Zwischen den Steinen waren Spalten und es war sehr steil. Mama und Papa bekamen fast einen Herzinfarkt. Sie riefen uns zurück und schimpften mit uns. Woher sollten wir denn wissen, dass nur ein paar Meter weiter ein Pfad durch die Wiese runter zum Rhein führte? Das war natürlich viel angenehmer. Dort gab es kleine Buchten mit Kiesstränden. Und Muscheln. Und Stöcker. Doch das Allerbeste waren die vielen leeren Verpackungen die dort lagen. Sie rochen nach Salami, Fleischwurst und Frikadellen. Es war so interessant, dass ich sogar ins Wasser gegangen bin. Mama hat dieses „Wunder“ gleich gefilmt.

Eine Bucht weiter wurde es noch interessanter. Da standen Zelte. Das waren bestimmt arme Leute, die sich keine Wohnung leisten konnten. Hier roch es nach gegrilltem Fleisch. Ich wollten den Leuten sofort einen Besuch abstatten. Um sie zu begrüßen und um zu schauen, ob da vielleicht noch was vom Grillen übrig war. Doch Mama hat mich nicht gelassen! Wir mussten wieder auf den Weg zurück und sind dann die Wiese entlang weiter gelaufen. Ein Mann mit zwei Hunden kam uns entgegen. Die beiden haben sich zuerst nicht getraut uns zu begrüßen. Wahrscheinlich hatten sie Angst, dass wir sie auslachen würden. Die hatten Geschirre mit Sprüchen an. „Mamas Liebling“ und „Kuschelmonster“ war da zu lesen. Maja und ich waren ja so froh, dass Mama so etwas auch blöd findet. Sonst müssten wir bestimmt auch damit rumlaufen. Wir sind noch ein Stück die Wiese entlang, bis zum nächsten Weg und dann über den Deich wieder zurück zum Auto. Kurz vor dem Parkplatz war eine eingezäunte Weide mit Kühen. Maja hat ihnen vom Deich aus zugerufen, dass sie sich ja nicht wagen sollten uns zu nahe zu kommen. Die Kühe haben dies verstanden. Sie sind auf der Wiese liegengeblieben und haben sich nicht getraut aufzustehen.

Auf dem Rückweg haben Mama und Papa noch Brötchen für das Frühstück geholt. Nach dem Frühstück haben Maja und ich erst einmal tief und fest geschlafen. Nicht lange! Nur drei Stunden.

Gestern wollte Mama mit uns ja eigentlich zur Wiese. Doch der Bauer war mit seinem Mähdrescher dort. Hurra!! Endlich!! Doch nun konnten wir dort nicht spielen. Mama meinte es sei zu gefährlich. So sind wir weiter gezogen. Zum Rotbach. Mama ist mit uns den Trampelpfad entlang gelaufen. Das war ein Spaß! Wir sind ja nicht so groß und konnten daher gut unter den Brombeersträuchern her laufen. Mama nicht!! Ständig blieb sie stehen um mit spitzen Fingern die Ranken zur Seite zu schieben. So eine Memme!! Für den Rückweg haben wir dann den normalen Weg genommen. Leider! Ständig kamen Fahrradfahrer. Dann hat die Maja sich noch ein Steinchen in die Pfote getreten. Mama hat ihn wieder ausgestrahlt, uns beide an die Leine gelegt und ab ging es wieder nach Hause. Schon wieder waren mal eben zwei Stunden vergangen. Ich glaube die Mama macht das extra. Damit wir bloß müde werden. Jeden Tag zwei Stunden spazieren.

Hoffentlich muss Mama bald wieder arbeiten.

Sie beschwert sich auch ständig über unsere pupserei! Papa hat da mehr Verständnis. Er meinte sie solle doch froh sein! Der Gestank halte uns die Mücken aus der Wohnung. Sie müsse sich erst Sorgen machen, wenn an den Fensterscheiben die Schmeißfliegen sitzen würden.

Was meint er denn damit???

Heute gibt es ein extra leckeres Abendessen für uns. Rührei!! Extra für uns! Ich freue mich schon.

LG

Paulchen

09.07.16

 

Hallo Onkel Karl,

heute habe ich mich als Zebra verkleidet. Doch dazu später mehr.

Zuerst muss ich dir erzählen, dass ich mich jetzt gesund ernähre. Mit Obst und Gemüse. Mama isst ja keine Brötchen mehr zum Frühstück. Sie sagt, sie kann keine Brötchen mehr sehen. Zuerst hat sie Cornflakes gegessen. Nun ist sie auf Müsli umgestiegen. Sie nimmt Haferflocken, einen Apfel, eine Banane und Milch. Von dem Frühstück mit Brötchen habe ich immer etwas abbekommen. Doch von dem Müsli wollte sie mir nichts geben. Mama meinte, dass ich dies sowieso nicht mag. Weil es doch Obst sei und damit gesund. Das hätte sie nicht sagen dürfen! Sie hielt mir ein Stück Banane hin und ich biss zu! Ehrlich gesagt, zu Beginn schmeckte es mir nicht. Es war etwas matschig. Doch dann kam der süße Geschmack und ich wollte mehr davon! Also bekam ich noch ein Stücken Banane und etwas Apfel. Tja Mama, Pech gehabt! Müsli schmeckt mir auch!!

Mama und Papa sind beim essen nicht normal! Andere Leute essen ihr Mittagessen am Mittag. Mama und Papa essen immer abends warmes Essen. Wie schon gesagt, die sind nicht normal. Gestern Abend gab es also Bratwurst mit Kartoffeln und Kohlrabi. Wurst durfte ich nur ein kleines Stückchen haben. Mama gab mir aber auch Kartoffel und Kohlrabi. Es schmeckte hervorragend. Mama musste natürlich gleich wieder ein Beweisvideo machen. Damit Tante Dagmar sehen kann wie ich Kohlrabi fresse. Als ob sie das interessieren würde?

Heute morgen mussten wir wieder früh aufstehen. Nur weil Mama früh auf war. Also mussten auch Maja und ich früh raus. Noch vor acht Uhr!! Als wir wieder zu Hause waren, gab es Frühstück für uns. Hundefutter! Mama und Papa haben nur so komische „Croco-Dings-Bums-Dinger“ gegessen. Wir bekamen nicht davon ab.

Danach hat Mama uns geduscht. War das Herrlich. Ich wollte gar nicht mehr aus der Wanne raus. Ich habe mir gedacht, ich mache es wie Tante Angela! Ich sitze es einfach aus. Mama hat natürlich sofort wieder ein Foto gemacht und es der Tante Dagmar geschickt. So eine Frechheit!! Was würde sie wohl sagen, wenn ich von ihr ein Foto machen würde, während sie in der Wanne sitzt. Ich habe auch Schamgefühle!! Genutzt hat mir die Sitzblockade auch nicht. Mama hob mich einfach aus der Wanne raus. Dabei dusche ich doch so gerne!

Danach war Maja dran mit duschen. Sie fand es nicht so toll. Wie ein Schaf auf der Schlachtbank stand sie in der Wanne und ließ es über sich ergehen. Als sie fertig war, wollte sie gleich ins Schlafzimmer. Doch Mama hatte vorsorglich die Türe zugemacht. Damit wir schneller trocknen ist Mama mit uns dann zur Wiese gegangen. Es war auch schon ziemlich warm draußen. Auf der Wiese war nicht viel los. Nur ein Hund war da. Ausgerechnet der doofe Reiley. Wir mussten an die Leine und warten, bis er ein ganzes Stück von uns entfernt war. Dann hieß es wieder „Leinen los“! Jedoch nur für zehn Minuten. Da war eine Frau mit Kopftuch. Sie und ihre beiden Söhne waren auf dem Spielplatz. Die Kinder waren aber nicht mehr klein sondern ca. zehn oder elf Jahre alt. Die Frau sagte zur Mama sie solle uns an die Leine nehmen! Ihre Kinder würden sich nicht vom Spielplatz trauen! Mama fand das „affig“! Sie hat zu der Frau gesagt, dass sie doch ihre Kinder an die Leine legen soll, wenn sie solche Angst hätten. Daraufhin meinte die Frau sie würde die Polizei rufen, wenn Mama weiter so frech sei! Da hat die Mama nur gelacht!

Wir sind einfach weiter gelaufen. Ich gebe ja zu, dass Maja und ich bestimmt sehr furchteinflößend aussehen. Und ein bisschen stolz war ich schon, dass jemand Angst vor mir hat.

Auf dem letzten Stück der Wiese, da wo Maja immer nach dem Wasserloch sucht, lag ein duftender Haufen Scheiße im Gras. Maja streunte durch das Gras, doch mich zog der Haufen magisch an. Ein kurzer Blick zur Mama, doch sie schaute der Maja hinterher. Nichts wie rein in den Haufen.

Mama´s Schrei war bestimmt in ganz Dinslaken zu hören.

Mit ekelerfülltem Blick zog Mama mich von der Wiese. So schöne schwarze Streifen hatte ich nun am ganzen Körper. Mein Geschirr hatte auch etwas abbekommen. Die Wörter mit denen Mama mich nun überhäufte kann ich dir gar nicht wiedergeben. Den Weg nach Hause musste ich im Dauerlauf ablegen. Zu Hause ging es sofort wieder in die Wanne. Herrlich!! Jetzt weiß ich endlich wie ich öfter unter die Dusche komme. Maja hat sich sofort aus dem Staub gemacht. Sie hatte Angst, dass sie auch noch einmal geduscht werden würde. Memme!!

Anschließend ruhten wir uns auf dem Balkon aus. Ich musste ja nun wieder aufs neu trocknen. Mama ging dann selber duschen. Maja hat derweil wieder das Haus bewacht. Jeder der vorüberging wurde erbarmungslos verbellt. Mama giftete aus dem Badezimmer. Doch Maja wusste ja ganz genau, dass Mama nicht so schnell aus der Wanne rauskam. Also bellte sie was das Zeug hielt. Als Mama aus der Wanne raus war hat sie Maja ordentlich ausgeschimpft! Die „kleine Prinzessin“ schmollte! Beleidigt verzog sie sich ins Schlafzimmer.

Ich schleppte meinen müden Körper lieber ins Wohnzimmer, fiel auf die Couch und schlief ein.

Heute hat die Mama Nachtschicht! Das wird bestimmt toll. Der Papa schläft mit Sicherheit auf der Couch ein. Wecken werden wir ihn nicht. So haben wir das Bett für uns allein!!!

LG

Paulchen

08.07.16

 

Hallo Onkel Karl,

endlich weiß ich, wie dem Butcher seine Freundin heißt! Molly! Sie ist inzwischen größer als ein Schäferhund und spielt immer noch gerne. Mit Eimern, Gießkannen und neulich hat sie sogar eine Gartenstecklampe ausgegraben und sie zerlegt. Heute hat ihr Herrchen erzählt, sie habe gestern eine Styroporplatte gefunden und nachdem sie damit fertig war, sah der Hof aus als habe es geschneit. Sie wäre der richtige Spielpartner für mich!

Vorgestern hat die Mama die Wohnung geputzt. Auch bei den Meerschweinchen im Zimmer wischte sie den Boden. Dafür machte sie doch tatsächlich mir die Tür vor der Schnauze zu! Das ging gar nicht!! Mich schließt niemand aus!! Mit meiner Schnauze stieß ich die Türe auf, lief durch das Zimmer und setzte mich in den Streifen Sonnenlicht, der durch das Fenster schien. Mama schimpfte!! Ich hätte ihr die Türklinke in den Rücken gestoßen! Ich sei mit meine dreckigen Pfoten über den noch feuchten Boden gelaufen! Habe ich Röntgenaugen?? Kann ich durch die geschlossene Türe sehen, dass sie hinter der Türe steht? Und das der Boden noch feucht war, war auch ihre Schuld! Sie hätte eben schneller arbeiten sollen!

Heute waren wir wieder am Rotbach. Und schon wieder hat die Mama mir einen neuen Namen gegeben. Trödel-Heini! Dabei trödel ich gar nicht! Ich bin eben gründlich und gewissenhaft! Alles wird genaustens untersucht! Jeder Grashalm und jeder Hundehaufen. Das dauert eben etwas länger. Die soll sich bloß nicht immer so anstellen. Auf dem Rückweg haben wir noch den Jochen getroffen. Der war wieder mit seinem Rudel unterwegs. Kimba, Kumpel, Dummy und Lily. War das ein Spaß. Dana kam mit ihrem Frauchen auch noch dazu. Doch Dana ist immer eifersüchtig. Wir durften nicht spielen und toben. Sie hat sich sofort vor uns gestellt und gebellt. Selber will sie nicht spielen und deshalb sollen wir es auch nicht. Doch nicht mit uns!! Lily hat sich so gefreut, dass sie endlich mal wieder so richtig rennen konnte. Die anderen Hunde sind doch schon viel zu alt um zu toben.

Doch leider war der Papa mal wieder Spielverderber. Wir mussten nach Hause. Er musste zur Arbeit. An der großen Kreuzung musste ich aber erst einmal Pipi. Das Gras war so schön grün und roch gut. Es lud mich zum verweilen ein. Mama fand es aber nicht lustig. Sie zog einmal kräftig an der Leine und schon lag ich auf dem Rücken. OK, auch so kann ein Mops gut liegen! Ich blieb einfach so! Mama drehte mich um und stellte mich auf die Pfoten. Wieder zog sie an der Leine und schon war ich nackt! Das Geschirr hing ohne mich an der Leine. Die Ampel war inzwischen zum zweiten Mal umgeschlagen. Mama wurde langsam etwas ungehalten. Sie zog mir das Geschirr wieder an und versuchte noch einmal mich dazu zu bewegen weiter zu laufen. Ohne Chance!! Nun war sie richtig sauer!! Sie hob mich hoch und trug mich über die Straße! Die vielen Autofahrer, die uns bei unserem „Spielchen“ zusahen, hatten bestimmt viel Spaß! Papa meinte, sie könne mich ja bis nach Hause tragen. Den Vorschlag fand ich auch super. Leider empfand Mama nicht so. Sie setzte mich auf der anderen Straßenseite ab und ich musste wieder laufen.

Mir muss unbedingt etwas einfallen um öfter getragen zu werden. Die Maja läuft ja gerne, die kann auch weiter laufen. Schließlich lasse ich sie ja schon auf meinem Kissen liegen, da kann sie mir wenigstens diese kleine Bequemlichkeit gönnen.

Am Sonntag soll es wieder richtig heiß werden. Deshalb will die Mama uns morgen wieder duschen. Sie meint auch, dass die vielen Pupse sich schon in unserem Fell festgesetzt hätten. Unverschämtheit.

Gestern waren wir ja bei Oma Sigrid und Opa Gerd. Stell dir vor, da gab es kein Frühstück!! So sehr ich auch schaute, kein Käse, keine Wurst wurden ausgepackt! Obwohl Oma und Opa uns etwas geben wollten, doch Mama hat gesagt, dass wir keine Käse bekommen sollen. Wir wären zu dick!! Um genau zu sein, hat sie gesagt ich sei zu dick!! Ich vielleicht etwas stämmig, aber bestimmt nicht zu dick!! Schade, dass Opa Ignaz nicht mehr da ist. Als Mama mit Tante Dagmar telefonierte, habe ich genau gehört, dass sie gesagt hat, dass der Opa uns nie mehr abgegeben hätte. Und wir dort jede Menge Leckerchen bekommen hätten. Klar hätten wir dann nach einiger Zeit ausgesehen wie Toastbrote auf vier Pfoten, doch das hätte ich in Kauf genommen.

LG

Paulchen

06.07.16

 

Hallo Onkel Karl,

ich bin so groggy!! Es liegen wieder harte Tage hinter mir. Am Freitag waren wir wieder bei Tanja und Stephan. Mama und Papa hatten beide Mittagsschicht. Mama hat uns am Vormittag weggebracht und abends wieder abgeholt. Zum Glück war das Wetter OK und wir konnten den ganzen Tag im Garten toben. Doch hat die Mama kein Futter mitgegeben. So mussten wir hungern!! Erst Zuhause haben wir dann endlich etwas bekommen. Mein Magen hing mir aber auch schon in den Kniekehlen.

Samstag und Sonntag musste die Mama arbeiten. Der Papa hatte aber frei. Er ist wieder mit uns marschiert!! Zum Glück gab es ein Gewitter. Wir stellten uns unter bis der Regen vorbei war. Dann ging es wieder Richtung Couch!

Mama meinte, ich habe den falschen Namen bekommen. Valium hätte besser zu mir gepasst. Die ist immer so frech!!

Maja wird immer unverschämter. Nicht nur dass sie sich nachts im Bett immer breiter macht, nein auch tagsüber beansprucht sie die besten Plätze. Neuerdings liegt sie auf „meinem“ Kissen auf der Couch! Ganz selbstverständlich spring sie rauf und macht es dort bequem. Ich muss dann immer auf Papa´s Kissen liegen.

Gestern sind wir wieder eine „kleine“Runde gelaufen. Mama und Papa sind mit uns nach Lohberg. Zum alten Zechengelände. Das war toll. Keine Leute, dafür jede Menge Platz zum toben. Ein großer See, so hatten wir genug zu trinken. Nur zwei anderen Hunden sind wir begegnet. Beide vorschriftsmäßig an der Leine. Wir nicht!! Bevor wir jedoch dort ankamen, mussten wir eine lange Straße lang laufen. Wir kamen auch an einem Frisörladen vorbei. Da war ein Chihuahua. Der bildete sich ein er sei zwei Meter groß. Laut kläffend sprang er an der Türe immer auf und ab. Maja und ich bellten zurück. Danach war Ruhe!!

Das Gelände der Zeche ist so riesig, dass ich es nicht geschafft habe jeden Winkel zu erkunden. Doch Mama und Papa haben versprochen, dass wir da noch einmal hingehen. Mama hatte ihr Handy dabei. Sie wollte Bilder machen. Doch mal wieder hatte sie den Akku nicht nachgeladen. Immer dasselbe mit der Frau!

Den Rückweg will ich aber nicht noch einmal machen. Wir haben nicht den selben Weg genommen wie auf dem Hinweg. Die haben da eine neue Straße gebaut. Mama kannte die Straße noch nicht. So mussten wir mit. Zuerst war ja noch alles toll. Ein Bach floss neben dem Gehweg entlang. Das war gut, denn die Straße ging stetig bergauf. Bis ganz nach oben auf die Halde. So konnten wir wenigstens immer wieder etwas trinken. Doch auf der anderen Seite floss kein Wasser mehr. So mussten wir dursten! Bis nach Hause! Und der Weg war laaang!!

Insgesamt sind wir 7 km gelaufen. Nicht eingerechnet die Strecken, die Maja und ich doppelt gelaufen sind. Plus unsere Spieleinlagen. Endlich zu Hause, bin ich kaum noch die Treppe hochgekommen. Unser Nachbar hat heute morgen auch gesagt, dass es an Tierquälerei grenzt, mit uns so lange Touren zu machen. Doch Mama hat nur gemeint, dass es meiner Figur ganz gut tut mal ein bisschen zu laufen. Maja ist mir auch noch in den Rücken gefallen. Sie fand den Marsch nämlich toll!!

Wir haben eine Leiche im Hausflur! Seit zwei Tagen liegt eine tote Spinne dort. Jedes mal wenn ich zur Türe rauskomme, muss ich zuerst nachschauen, ob sie noch da liegt. Als ich sie das erste mal sah, habe ich kurz überlegt, ob ich sie fressen soll. Doch irgendwie riecht sie komisch. Maja macht auch keine Anstalten sie zu verspeisen. Also lasse ich sie auch besser liegen. Sonst bekomme ich noch Bauchschmerzen.

Maja hatte vorgestern einen Streit. Wir waren auf der Wiese und da kam eine Hündin an. Zuerst hat sie nur geschnüffelt. Dann hat sie mich angebellt. Warum weiß ich nicht. Ich habe nicht reagiert. Vorsichtshalber!! Sie war doppelt so groß wie ich. Dann hat sie Maja angebellt. Mit deren Reaktion hatte sie wohl nicht gerechnet. Maja hat sich auf die Hündin gestürzt und sie ordentlich zurechtgewiesen. Danach wollte die Hündin nach Hause. Maja war wohl doch mal ein Dobermann.

Morgen werden wir die Oma Sigrid und den Opa Gerd besuchen fahren. Hoffentlich gibt es dort wieder ein vernünftiges Frühstück. Mama isst ja nur noch Cornflakes. Sie sagt, ihre Waage sei kaputt, die zeige immer nur das falsche Gewicht. Doch wenn Du mich fragst, Mama hat wohl doch zu viele Süßigkeiten gegessen.

LG

Paulchen

30.06.16

 

Hallo Onkel Karl,

die Mama ist ja sooo gemein! Und egoistisch!!

Stell dir vor, da hatten wir doch drei Tage Sommer, mit über dreißig Grad und was macht sie?? Geht arbeiten!! Frühschicht! Drei Tage durfte sie um Drei Uhr aufstehen! Drei Tage Abenteuer an der Tankstelle. Die Waschanlage war kaputt! Die Türe vom Store war kaputt! Sie ging nicht mehr zu und deswegen wurde die Klimaanlage abgeschaltet. Mama hatte also drei Tage Sauna und wurde dafür auch noch bezahlt!

Und wir??

Wir wurden zu Tanja und Stephan „abgeschoben“!! Wir mussten im großen Garten unter den schattigen Bäumen spielen und toben! Maja und ich führen schon manchmal ein unerträgliches Dasein!

Am Samstag hat es dann endlich wieder geregnet. Drei Spaziergänge, dreimal nasser Mops!! Mama hatte auch keinen Bock mehr. Endlich hatte sie mal ein freies Wochenende und dann regnet es! So haben wir den Tag gemütlich auf der Couch verbracht.

Sonntag hieß es früh aufstehen. Mama wurde früh wach und wir mussten dann auch aufstehen. Um Sieben Uhr ist sie mit uns los zum Brötchen holen. Doch diesmal nicht in die Stadt, sondern in Richtung Wald. Bei Netto gibt es eine Bäckerei, die auch Sonntags auf hat. Um halb Acht waren wir da. Pech nur, dass der Bäcker erst um Acht Uhr aufmacht. Also noch eine kleine Runde durch den Wald. Durch den Regen waren aber viele Pfützen auf den Wegen. Mama wollte ganz schlau sein und ist an einer großen Pfütze vorbei gelaufen. Sie hatte aber nicht gesehen, dass im Gras das Wasser noch tiefer war als in der Pfütze. So stand sie mit ihren Ballerinas bis zum Knöchel im Wasser.

Die Arme!!!

Wieder zurück zum Bäcker, der hatte inzwischen die Türe auf. Danach nach Hause. Mama natürlich in den nassen Schuhen. Unseren Pfoten machte dies nichts aus.

Zum Frühstück gab es frische Eier. Eines extra für uns! Am Montag bekamen wir auch ein Ei. Doch dies war nicht frisch gekocht, sondern ein übrig gebliebenes vom Vortag. Wieder mal typisch!! Die Reste für das Fußvolk!! Doch die Rache kam gasförmig!!

Maja und ich haben dermaßen die Wohnung „zugepupst“, dass Papa meinte, es sei zu gefährlich den Lichtschalter zu betätigen.

Gestern hatte die Mama Spätschicht. Papa wollte am Nachmittag mit uns einen langen Spaziergang machen. Ich habe so getan als schliefe ich und Maja hat sich hinter Mama´s Rücken versteckt. Da hatte der Papa auch keine Lust mehr zu gehen.

Morgen haben Mama und Papa Mittagsschicht. Dann müssen wir wieder den Garten von Tanja und Stephan bevölkern.

Nächste Woche hat die Mama komplett frei. Da werden bestimmt wieder lange Märsche fällig. Da gibt es dann bestimmt auch wieder viel zu erzählen.

LG Paulchen