08. April 2016 – Dezent tropisch (Reunion)

Mein Landgang auf Reunion fiel so ziemlich in die Zeit, in der der Winter in Deutschland sein Comeback feierte und auf Facebook diverse Schmuddelwetterfotos auftauchten. Und ich böses Wesen habe geschwitzt wie ein Tier. Inklusive schönem Sonnenbrand versteht sich. :D Bereits vor Reunion (also vielmehr seit Verlassen des Suezkanals) hatten wir enorme Temperaturen. Draußen war es auch nachts angenehm warm im Sommeroutfit, in den Aufbauten dagegen ließ es sich weniger gut aushalten. Bei 31°C zu schlafen ist eine Kunst für sich…

Auf diesem Schiff habe ich echtes Glück gehabt. Nicht nur, dass die Route sich zum ultimativen Premiumdienst (Europa-Australien) gewendet hat, nein, ich hatte zudem auch noch einen sehr sympathischen Leitenden Ingenieur, der mich bei jeder Gelegenheit an Land hat gehen lassen. Vor meiner Zeit auf Reunion war ich übrigens bereits in La Spezia an Land – süßer Hafen. Man kommt per Pedes überall hin und das Wetter war auch absolut in Ordnung. Schwer bepackt bin ich in den schönen italienischen Gassen zurück zum Hafen getapert. Aber es ist halt Italien, wenig exotisch, also lasse ich das jetzt mal weg. ;D Fällt in die Kategorie „kennt man ja…“ Spannendster Aspekt dessen war, dass ich mir einen komplett neuen Haarstyle verpassen lassen habe – von einer Italienerin, die mich sprachlich nicht verstanden hat. Multi-Kulti-Management lässt grüßen. Kennt man ja. :P

 

Auf Reunion hatte ich spezielles Glück mit dem Timing. Festmachen morgens gegen 6/7 also konnte ich zusammen mit unserem australischen Passagier gegen 9 bereits los. Noch im Terminal hat uns ein netter Franzose aufgegabelt (ja, La Reúnion ist französisch). Lächeln und Winken kann so praktisch sein! Er hat uns nicht nur bis zum Terminalausgang mitgenommen, nein sondern sogar bis in den Ort zum Supermarkt. Yay!

Mein Einkaufstrip endete wie gewohnt mit einem leeeicht schweren Rucksack – und dann kommt der Pax auf die Idee, man könne ja ein wenig durch den Ort latschen und etwas essen. Schön. Knalle Sonne, voller Rucksack, kein Sonnenschutz in dem Moment. Aber hey, YOLO, stimmt’s?! Somit sind wir durch den Ortskern spaziert, haben Souvenirs gekauft und sind in einem kleinen Restaurant gelandet. Die Qualität des Essens war gut! Französische Standards halbwegs am anderen Ende der Welt.

Den Rückweg haben wir zu Fuß bestritten, in der direkten Sonne bei rund 30°C. Wind macht vieles erträglicher… Trotz Sonnencreme habe ich mich natürlich wieder einmal verbrannt. Okay, Mittagssonne vs. Azubine 3:0! Kaum am Schiff angekommen, bin ich auch schon wieder los. Dieses Mal mit dem Bootsmann. Zu Fuß in den Ort, Seemannsmission gesucht und gefunden. Auf diese Art sind wir nach einer weiteren Shoppingtour per kostenfreiem Shuttle zurück zum Schiff gekommen.






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